FIFA vor Neuausrichtung: Warnung vor wiederholten Fehlern
August 1, 2026 · 11:42 Uhr
Mit dem Ende der Ära Gianni Infantino steht der Weltfußball-Verband an einem Scheideweg. Die FIFA muss sich neu erfinden, doch die Geschichte mahnt zur Vorsicht: Die Organisation hatte diese Chance bereits vor Jahren und ließ sie verstreichen.
Die jüngste Vergangenheit des Verbandes war geprägt von Skandalen und Glaubwürdigkeitskrisen. Infantino, dessen Zeit als Präsident zu Ende geht, hinterlässt eine Institution, der der Ruf vorauseilt. Entscheidend wird nun sein, wie der Verband auf die anstehende Transformation reagiert.
Ein Blick zurück zeigt die Problematik: Im Jahr 2015 bot sich dem organisierten Fußball bereits eine Möglichkeit zur grundlegenden Erneuerung. Statt echter Veränderungen setzte man damals jedoch auf oberflächliche Reformen. Die Strukturprobleme blieben bestehen, die Kultur des Verbandes veränderte sich nicht nachhaltig.
Experten warnen davor, dass sich diese Fehler wiederholen könnten. Eine echte Sanierung der FIFA erfordert mehr als Personalwechsel an der Spitze. Sie verlangt nach tiefgreifenden Strukturveränderungen, strikteren Kontrollmechanismen und einer grundsätzlichen Neuausrichtung der Wertvorstellungen innerhalb des Verbandes. Nur wenn die FIFA dieses Mal wirklich bereit ist, sich selbst zu hinterfragen und zu reformieren, kann sie das verlorengegangene Vertrauen zurückgewinnen.
Quelle: www.sportschau.de